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Bier und Grillen – die besten Tipps

Grillen zählt zu den beliebtesten Aktivitäten der Bundesbürger in der warmen Jahreszeit. Gebrutzelt wird nach Feierabend, am Wochenende, zu Geburtstagen und zu vielen anderen Anlässen. Da ist es dann auch keine Überraschung, dass in einer Statista-Umfrage sage und schreibe 95,8 Prozent der Befragten angegeben haben, dass sie gerne grillen. Kulinarisch bleiben heute beim Grillen keine Wünsche offen, längst kommen nicht mehr nur Bratwurst und Steak auf den Rost, sondern auch allerlei Gemüsesorten und andere Delikatessen. Bei den Speisen herrscht die große Vielfalt – unverzichtbarer Teil des Grillens aber ist Bier. Worauf man dabei achten sollte, verrät Julia Klose, Biersommelière der Brauerei C. & A. Veltins:

  • Für das perfekte Bier zu gegrilltem Fleisch gibt es drei Grundregeln. Erstens: helles Bier zu hellem Essen. Zweitens: je würziger die Speise, desto hopfiger und kohlensäurehaltiger das Bier, da die Hopfenbittere die Geschmacksnerven reinigt. Drittens: je schwerer die Speise, umso leichter und milder das Bier. Schwere Craft-Biere wie etwa ein Stout eignen sich eher nicht zum Grillen.
  • Feinherbes Pils ist wegen seines prickelnden Charakters noch durstlöschender als beispielsweise Weizenbier – deshalb ist gerade Pils so beliebt bei Grillfreunden.
  • Für das sogenannte Foodpairing – welche Lebensmittel also gut zusammenpassen – gibt es ebenfalls Basisregeln. Je süßer die Nachspeise, desto herber das Bier. Zu leichtem, knackigen Gemüse passt ein leichtes, spritziges Pils. Zu Geflügel oder Fisch passt ebenso Pils. Zu Wild darf es ein Bockbier oder auch ein Schwarzbier sein.
  • Die Gläser sollten nicht zu groß sein, damit das Bier immer frisch ist. Es sollte langsam eingeschenkt werden, damit nicht zu viel Kohlensäure entweicht und sich eine schöne Schaumkrone bilden kann.
  • Bier sollte niemals schockgekühlt, also nicht ins Gefrierfach gelegt werden. Stattdessen langsam runterkühlen, sonst geht das Aroma verloren. Die optimale Trinktemperatur für Pils liegt bei fünf bis acht Grad Celsius, gelagert werden sollte es bei vier bis sieben Grad. Zu große Temperaturschwankungen sind nicht zu empfehlen. Besser das Bier rechtzeitig vorher kalt stellen.
  • Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass das Grillgut mit Bier abgelöscht werden sollte. Zum Ablöschen ist Bier aber zu schade, der Geschmack des Fleisches wird nicht verbessert, die Aromakomponenten des Bieres kommen nicht beim Fleisch an. Außerdem wird die oft gerade erreichte, richtige Gluttemperatur verringert. Wer ein Bieraroma möchte, legt das Fleisch am Abend vorher in Bier-Marinade ein. Das Fleisch sollte dann im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort ruhen.

Auf die Frische kommt es an

Beim Bier kommt es auf die Frische an – zuerst beim Brauen und später beim Genießen. Braumeister achten bei der Herstellung deshalb auf beste Rohstoffe, denn nur hochwertige und frische Zutaten garantieren den unverwechselbaren Biergeschmack. “Aber auch der Genießer selbst kann seinen Teil beitragen: Bier liebt es dunkel und kühl”, erklärt Julia Klose, Biersommelière der Brauerei C. & A. Veltins. Am besten zum Kühlen und auch zum Lagern eigne sich der Keller. Denn Bier sei ein Naturprodukt, Licht und Wärme können den Inhaltsstoffen und auch dem Aroma schaden. “Den Bierbauch muss übrigens niemand befürchten: Im Vergleich zu vielen Säften, Rotwein oder sogar Milch hat Bier deutlich weniger Kalorien”, so Bierexpertin Klose.

Foto: © djd/Brauerei C. & A. Veltins

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